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Gewürze Steak & Co. Garmethoden

Würzen

Passende Gewürze zu Rindfleisch:
Chili, Knoblauch, Liebstöckel, Lorbeerblatt, Muskatnuss, Oregano, Paprika, Pfeffer weiß und schwarz, Piment, Rosmarin, Thymian, Wacholderbeeren.

Passende Gewürze zu Kalbfleisch:
Basilikum, Estragon, Koriander, Lorbeerblatt, Petersilie und Thymian, immer sparsam verwendet, um den zarten Eigengeschmack nicht zu beeinträchtigen.

Passende Gewürze zu Schweinefleisch:
Beifuss, Bohnenkraut, Chili, Curry, Kümmel, Knoblauch, Lorbeerblatt, Majoran, Oregano, Paprika, Petersilie, Pfeffer weiß und schwarz, Rosmarin, Salbei, Thymian und Wacholderbeeren.

Passende Gewürze zu Lammfleisch:
Basilikum, Knoblauch, Minze, Oregano, Rosmarin und Thymian, Kreuzkümmel.

 

Für Steakspezialisten

Steaks von Schwein und Kalb werden meist durchgebraten, während Lammsteaks am besten schmecken, wenn sie innen noch rosa sind. Für ein saftiges Rindersteaks muss das Fleisch gut abgehangen und die Pfanne sehr heiß sein, damit sich die Poren schnell schließen. Rindersteaks und Roastbeefscheiben fühlen sich elastisch an, wenn sie innen noch rosa sind. Steakliebhaber unterscheiden 5 verschiedene Garstufen:

"Well done" oder durchgebraten ist ein 2 cm dickes, 200 g schweres Steak nach etwa 5 minütigem Braten auf jeder Seite in der Pfanne bei mittlerer Hitze. Wenn sich auf der Oberseite des Fleisches kleine Fleischsaftperlen zeigen, ist es Zeit, das Steak zu wenden. Zeigen sich die Perlen auf der bereits gegarten Seite, dann ist das Steak durch.

"Medium" oder halbrosa wäre es nach etwa 4 Minuten auf jeder Seite. Das Steak ist dann außen gebräunt und innen bis auf einen schmalen, rosafarbenen Streifen durchgegart.

"Rare medium" oder rosa ist das Steak, wenn es im Inneren noch einen breiten rosa Streifen hat. Das ist nach etwa 3 Minuten auf jeder Seite der Fall.

"Rare" oder blutig gelingt das Steak, wenn man es bei starker Hitze je Seite etwa 2 Minuten brät. So erhält es eine braune Kruste, während das Fleisch innen rosa ist und einen rohen Kern zeigt.

"Raw" oder blau sind die Steaks, wenn sie bei scharfer Hitze nur 1 Minute pro Seite gebraten werden. Auf diese spezielle Art zubereitet sind sie außen schön braun, innen jedoch noch roh.

Die Garmethoden

Bei der Auswahl der Garmethoden sind zwei Dinge wichtig: zum einen muss das Fleischteilstück dafür geeignet sein, und zum anderen sollte das Garen schonend verlaufen, um möglichst viele der wertvollen Nährstoffe des Fleisches zu erhalten.

Garziehen (70-98°C)
Zum Garziehen wird das Fleisch kalt aufgesetzt und gart unterhalb des Siedepunktes in reichlich, nicht wallender Flüssigkeit. Die niedrige Temperatur ist sehr nährstoffschonend, ein Teil der Inhaltstoffe geht jedoch in die Brühe über. Sie kann mitverwendet werden.

Kochen (98-100°C)
Kochen ist Garen in viel wallender Flüssigkeit in einem gut schließenden Topf. Das Fleisch wird ins kochende Wasser gegeben und sollte stets damit bedeckt sein. Kochen erhält den Eigengeschmack des Fleisches gut, wasserlösliche Nährstoffe gehen jedoch vermehrt in die Brühe über. Daher die Brühe mitverwenden!

Druckdämpfen (105-120°C)
Dieses Garen im heißem Wasserdampf geschieht in einem Dampfdrucktopf. Es ist besonders geeignet für Kochfleisch, Gulasch und Eintöpfe. Durch die hohe Temperatur verkürzt sich die Garzeit und die Nährstoffverluste bleiben gering.

Dünsten (um 100°C)
Dünsten bezeichnet ein sehr schonendes Garen des Fleisches in wenig Fett und wenig eigener Flüssigkeit. Es gelingt sowohl im geschlossenen Topf als auch in Folie und ist am besten für zartes Fleisch und kleinere Stücke anzuwenden. Nährwert und Geschmack bleiben sehr gut erhalten.

Schmoren (100-175°C)
Unter Schmoren versteht man ein Garen durch kräftiges Anbraten im Fett, anschließend Zugabe von etwas Flüssigkeit und Fertiggaren im geschlossenen Topf. Schmoren ist ideal für große und kleine Braten mit festem Bindegewebe und Fett. Die Röststoffe ergeben herrliche Saucen. Hitzeempfindliche Vitamine werden teilweise zerstört, die anderen Nährstoffe bleiben jedoch gut erhalten.

Braten (160-225°C)
Beim Braten gart das Fleisch in wenig heißem Fett und in heißer Luft. Große Fleischstücke sind am besten geeignet, man kann sie im Bräter oder im Backofen braten. Durch die Röststoffe entstehen viele Aromastoffe und die Kruste verhindert, dass Fleischsaft ausfließt.

Kurzbraten (180-200°C)
Beim Kurzbraten handelt es sich um ein Garen kleiner Fleischstücke und Fleischscheiben in heißem Fett. Die Garzeit ist kurz, Röststoffe erhöhen den Wohlgeschmack und der Fleischsaft bleibt im Inneren.

Grillen (etwa 350°C)
Gegrilltes Fleisch gart durch die intensive Wärmestrahlung von Heizröhren oder Holzkohlenglut. Die Garzeiten sind meist kurz, da vorwiegend kleine Fleischstücke, Fleischscheiben und Würstchen gegrillt werden. Gegrilltes Fleisch bleibt besonders saftig.


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